Aufbruchstimmung bei telemetrierten Schreiadlern

20. Februar 2017

Endlich geht es los! Die ersten Schreiadler sind in den vergangenen Tagen in ihren Winterquartieren in Simbabwe, Botswana oder Namibia aufgebrochen und habe die Heimreise nach Europa angetreten. Ob Aadu, Haage, Magnus oder Mait: Die Zugroute von acht Schreiadlern kann in den nächsten Wochen detailliert verfolgt werden. Sie alle wurden von Ornithologen in Estland mit einem Sender ausgestattet und ihre Ortungsdaten werden auf der Internetseite birdmap ständig aktualisiert.

birdmap

Bis die Schreiadler ihre Brutgebiete in Europa erreicht haben, sind sie mindestens 65 Tage unterwegs. Das ist auch für einen echten Vielflieger kein Spaziergang! Unterwegs legen sie daher regelmäßig längere Flugpausen ein um sich mit Nahrung zu stärken. Ihre bevorzugte Beute sind kleinere Vögel wie beispielsweise die Blutschnabelweber. Sie sind zwölf Zentimeter groß und leben in den Savannen Afrikas. Sie liefern Magnus – und all den anderen Schreiadlern auf ihrem Frühjahrszug Richtung Europa – die nötige Energie für den Langstreckenflug. Neben Nahrungsmangel und Windparks bedroht auch die illegale Jagd den Langstreckenzieher. In manchen Ländern Afrikas und des Nahen Ostens sind Greifvögel noch immer als Trophäe sehr beliebt. Die Deutsche Wildtier Stiftung unterstützt daher internationale Bemühungen zum Schutz von ziehenden Arten.


1 Kommentar

  1. […] Während des Frühjahrs 2016 wurden auch noch auf zwei weiteren Internetseiten die Zugrouten telemetrierter Schreiadler veröffentlicht. Den Beitrag zum Frühjahrszug der Schreiadler 2016 finden Sie hier.  […]

    Pingback von Herbstzug der Schreiadler nach Afrika | — 15. September 2016 @ 10:22

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