Im Naturpark Feldberger Seenlandschaft hat die Deutsche Wildtier Stiftung in den vergangenen Jahren knapp 80 ha Acker- und Grünland erworben, um die Nahrungssituation für den Schreiadler, der in dieser Region eines seiner letzten Schwerpunktvorkommen hat, zu verbessern.

Die Flächen werden in Kooperation mit den Landwirten vor Ort Schreiadler-gerecht bewirtschaftet. Ziel ist es, die Zahl der Kleinsäuger wie z.B. der Mäuse als Beutetier für den Schreiadler zu erhöhen und die Jagdmöglichkeiten in Nähe des Brutwaldes zu verbessern. Die Flächen wurden auch mit Fördermitteln des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) sowie des Landes Mecklenburg-Vorpommern gekauft. Weitere Mittel kamen von Spendern der Deutschen Wildtier Stiftung wie u.a. der Paul Friedrich und Ursula Schnell Stiftung.

Schreiadlerland Bredenfelde Kinser

Wirtschaft und Naturschutz

Neben ungestörten Brutwäldern ist die Verfügbarkeit von Nahrung in der Nähe des Horstes für den Bruterfolg des Schreiadlers entscheidend. Geeignete Nahrungsflächen sind Wiesen und Weiden oder auch Brachen. Dort kann der Schreiadler Kleinsäuger ebenso wie Reptilien und Amphibien gut erbeuten. Auf den bei Bredenfelde erworbenen Flächen wirtschaften die Pächter zukünftig nach den Vorgaben des Schreiadlerschutzes – auf rund der Hälfte der Flächen konnte dies bereits 2015 umgesetzt werden. Eine Fläche von 6,5 ha Ackerland, die direkt an einem Brutwald angrenzt, wurde bereits zu Grünland umgewandelt.

Handlungsbedarf und Ausblick

In den kommenden Jahren sollen weitere Offenlandflächen erworben und ebenfalls zu Nahrungshabitaten umgestaltet werden. Darüber hinaus stehen folgende Maßnahmen an:

  • Nutzung von bisher intensiv genutzten Ackerflächen als Ackerfutterfläche oder Umwandlung in Brachen
  • Tausch von Flurstücken zur Arrondierung
  • Renaturierung von Söllen und Gräben, um die Amphibien als Beute des Schreiadlers zu fördern.