Umgeschaltet: Schreiadler-Livestream sendet jetzt aus Estland

Nachdem die Liveübertragung aus dem lettischen Schreiadler-Horst ein jähes Ende erfahren hat,  hat Adler-TV das Programm gewechselt und sendet nun aus Estland. Der Stream wird dort vom Adler Club Estland produziert.

Schreiadler-Küken wird zu Habicht-Beute

Das Küken in dem lettischen Schreiadler-Horst, dessen Aufzucht seit Anfang Juni per webcam live im Internet verfolgt werden konnte, wurde am Sonntagmittag von einem Habicht geschlagen. Auf einem Video sind mehrere Phasen der Habichtattacke zu erkennen.

Zeugen für Horstzerstörung beim Schreiadler gesucht

(OZ vom 27.6.2020) Unbekannte Täter haben südlich von Stralsund einen Schreiadlerhorst zerstört. Der Horst befand sich westlich des Borgwallsees und südlich von Zimkendorf und es ist unklar, ob im Horst ein Jungvogel vorhanden war. Eine Horstzerstörung durch natürliche Ursachen wie etwa einen Sturm konnte ausgeschlossen werden, die Täter müssen mit einer aufwendigen Klettertechnik den Horstbaum bestiegen haben.

Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Vorpommern-Rügen hofft nun auf Augenzeugen, die in einem Zeitraum ab Mitte Juni ein Auto und / oder mindestens eine Person mit Seilen im fraglichen Waldgebiet beobachtet haben. Hinweise zur Horstzerstörung können per Mail an fg44.30@lk-vr oder telefonisch an 03831 357 3101 gemeldet werden.

Den vollständigen Artikel in der Ostseezeitung finden Sie hier.

Schreiadlerküken brauchen Mäuse statt großer Worte

Deutsche Wildtier Stiftung, Hamburg/Lettland, 16. Juni 2020. In dem Adlerhorst in Lettland ist ein kleines Juwel aus dem Ei geschlüpft: Ein Schreiadlerküken hockt unter einem dichten Blätterdach im Nest und wartet auf Nahrung. Gibt es heute Frosch oder Maulwurf zum Frühstück? Per Webcam können Sie auf www.Schreiadler.org live verfolgen, ob Mama- und -Papa Schreiadler genug Nahrung finden oder nicht. Wenn Sie das Küken beobachten, hören Sie manchmal die Motorsägen der Forstarbeiter in der Ferne. Gehört der kleine Hoffnungsträger am Ende zu den Verlierern? Bei uns in Deutschland ist sein ursprünglicher Lebensraum bereits auf wenige Relikte zusammengeschrumpft. Nehmen auch hier Störungen und Nahrungsmangel weiter zu, wird es im nächsten Jahr keinen Nachwuchs im Adlerhorst mehr geben.

Der Rückgang der Biologischen Vielfalt ruft gerade Staats- und Regierungschefs auf den Plan. Der Weltbiodiversitätsrat (IPBES) veröffentlicht alarmierende Berichte, Brüssel will den „Green Deal“ mit einer ehrgeizigen Biodiversitätsstrategie bis 2030 und Bundesumweltministerin Svenja Schulze spricht von Biologischer Vielfalt als Lebensgrundlage und Schutzschirm vor Pandemien. „In der Umweltpolitik ist gerade die Zeit der großen Worte und Versprechen“, sagt Dr. Andreas Kinser, stellvertretender Leiter Natur- und Artenschutz der Deutschen Wildtier Stiftung. „Wir hoffen, dass am Ende nicht nur heiße Luft produziert wird, denn es geht um das Überleben unzähliger Arten.“

Zu ihnen zählt der Schreiadler. Intensive Land- und Forstwirtschaft vernichten in Deutschland ebenso wie in Lettland dichte Wälder, in denen er brüten kann, und Wiesen und Brachflächen, auf denen er seine Beutetiere findet. Der fortschreitende Ausbau von Windenergieanlagen verändert das Landschaftsbild und die störanfälligen Vögel geben angestammte Brutplätze auf. Deshalb fordert die Deutsche Wildtier Stiftung, dass Windkraftanlagen nur in einem Abstand von sechstausend Metern zu einem Schreiadler-Horst errichtet werden dürfen.

Der Bestand der Schreiadler hat sich in Deutschland zwar leicht erholt – die Zahlen stiegen in den letzten Jahren auf etwa 130 Brutpaare – doch das reicht bei Weitem nicht für das langfristige Überleben der Art. Deshalb hat die Deutsche Wildtier Stiftung gemeinsam mit Land- und Forstwirten eine schreiadlerfreundliche Landbewirtschaftung entwickelt, um den Lebensraum für den bedrohten Vogel zu verbessern. „Denn jedes einzelne Küken ist für den Erhalt der Art enorm wichtig“, sagt der Schreiadler-Experte der Deutschen Wildtier Stiftung. „Und am Ende helfen dem Küken keine großen Versprechungen, sondern ein paar Hektar mehr Wiesen, auf denen ihm seine Eltern sein Frühstück erjagen können.“

Hohe Seeadler-Dichte ohne Nachteile für Schreiadler

Kleinere Greifvögeln verlassen häufig ihre Brutgebiete, wenn deutlich stärkere Greifvögel ihren Lebensraum ebenfalls zu nutzen beginnen. Vor diesem Hintergrund ist mit dem starken Anwachsen der Seeadler-Populationen (Haliaeetus albicilla) in den vergangenen Jahren auch ein Einfluss auf kleinere Greifvögel und dabei besonders auf den Schreiadler (Clanga pomarina) zu erwarten. Wissenschaftler des Nature Research Centre in Vilnius (Litauen) haben untersucht, wie sich Habitatüberlappung und räumliche Verteilung von See- und Schreiadlerbruten auf den Fortpflanzungserfolg des nur ein Drittel so großen Schreiadlers in Gebieten nahe der Ostsee auswirken. In den untersuchungsgebieten war die Seeadlerdichte besonders hoch.

Im Vergleich zu den Seeadler-Horsten gab es um die Brutplätze der Schreiadler herum weniger Gewässer, gleichzeitig nutzten sie landwirtschaftliche Flächen und Brachen bzw. Ödland häufiger als die Seeadler. Unabhängig von ihrem Abstand zum nächst gelegenen Seeadler-Horst kehrten die Schreiadler jedes Jahr zu ihren traditionellen Brutplätzen zurück. Der Reproduktionserfolg der Schreiadler-Paare war dabei unabhängig sowohl von der Entfernung zum nächstgelegenen Seeadlerpaar als auch dessen Bruterfolg oder die Anzahl von Seeadler-Paaren innerhalb eines Umkreises von 3 km um den Schreiadler-Brutplatz. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass zumindest im untersuchten litauischen Gebiet Schreiadler keine Nachteile durch die Koexistenz mit Seeadlern hatten.

Zu der Studie von Dementavičius et al. gelangen Sie hier:

Dementavičius, D.; Rumbutis, S.; Vaitkuvienė, D.; Dagys, M. & Treinys, R. (2019): No adverse effects on Lesser Spotted Eagle breeding in an area of high White-tailed Eagle density. Journal of Ornithology volume 160: 453–461

Junger Schreiadler überwintert auf Sizilien

Ein junger Schreiadler aus dem aktuellen Jungvogelmangement-Projekt in Brandenburg hat den Winter 2019 auf Sizilien verbracht. Es handelt sich um ein Zweitjunges („Abel“), welches im Frühjahr 2018 dem Horst entnommen wurde, weil zweitgeborene Schreiadler im eigenen Horst aufgrund des sog. „Kainismus“ praktisch keine Überlebenschance haben. Die Weltarbeitsgruppe Greifvögel & Eulen engagiert sich bereits seit 2004 um die Bestandsstützung des in Deutschland stark bedrohten Schreiadlers durch das Jungvogelmanagement, die Deutsche Wildtier Stiftung hat von 2006 bis 2011 ein gleichnamiges Projekt mit Förderung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt umgesetzt. 

Der junge Adler wurde in Gefangenschaft aufgezogen, wobei größter Wert darauf gelegt wurde, dass der Vogel nicht auf Menschen geprägt wird, also jede mögliche Assoziation mit dem Menschen als Ernährer wurde streng vermieden. Der Adler flog dann zusammen mit anderen deutschen und aus Polen stammenden Zweitjungen in der Auswilderungsstation in Brandenburg aus, hatte aber offenbar keinen ausreichenden Kontakt zu erfahrenen älteren Tieren, um die optimale Route über den Bosporus zu erlernen.

Für junge Großgreifvögel, wie Schreiadler, Schlangenadler, Schmutzgeier usw. stellt das Mittelmeer und das Schwarze Meer eine sehr gefährliche ökologische Barriere dar. Sie müssen offensichtlich von fremden Altvögeln – sie ziehen nicht mir ihren eigenen Eltern – die sichere Route insbesondere über den Bosporus erlernen. Die Zugrichtung ist offensichtlich nur sehr grob angeboren und führt zu hohen Verlusten, auch bei den aus den Horsten ausfliegenden Adlern, durch Ertrinken im Meer.

Statt in Richtung Bosporus zog der junge Adler über die Alpen und gelangte schließlich nach Sizilien. Dort flog er zunächst an der Südküste ständig hin und her und auch auf vorgelagerte Inseln. Er hatte ganz offensichtlich das Bestreben nach Tunesien zu fliegen oder über Malta nach Nordafrika. Mehrfach flog er einige Kilometer auf das Meer hinaus, drehte dann aber um. In einem Falle machte er einen großen Überflug über das Mittelmehr von der Westspitze Siziliens aus, drehte aber nur wenig westlich der Insel schnell nach Norden und Osten ab und gelangte nach einem weiten Überflug weit nördlich von Sizilien auf das Festland von Italien, begab sich von da aus aber wieder zurück nach Sizilien. Erst wesentlich später gab er offensichtlich den Mittelmeerüberflug auf und hielt sich mehr im inland auf.

Alle Versuche, den Adler vor Ort zu beobachten, blieben ohne Erfolg. Dazu bewegte er sich viel zu schnell und weiträumig. Allerdings konnte ein zweiter Schreiadler ein mal beobachtet werden ohne Altersbestimmung. Der Adler hat einen kleinen Sender mit extrem hoher Sendeleistung. Meist war der Akku so gut aufgeladen, dass es eine GPS-Ortung pro Sekunde gab (einschließlich Flughöhe, Geschwindigkeit, Aktivitätsdaten usw.).

Übrigens nahmen drei der aus Polen stammenden Jungadler – es konnten leider nicht alle besendert werden – die optimale Route zum Bosporus, zunächst in SE-Richtung abziehend bis in die Westukraien, wo sie nach Süden abdrehen. Alle drei polnischen Adler erreichten die Überwinterungsgebiete im südlichen Afrika.

Dieser Gastbeitrag stammt von Bernd-Ulrich Meyburg (Weltarbeitsgruppe für Greifvögel und Eulen e.V.)

Herzlichen DANK!

Abgehoben: telemetrierte Schreiadler auf dem Weg nach Europa

Endlich geht es los! Die ersten Schreiadler sind in den vergangenen Tagen in ihren Winterquartieren in Simbabwe, Botswana oder Namibia aufgebrochen und habe die Heimreise nach Europa angetreten. Ob Karin, Magnus oder Mälgandi: Die Zugroute von vier Schreiadlern kann in den nächsten Wochen detailliert verfolgt werden. Sie alle wurden von Ornithologen in Estland mit einem Sender ausgestattet und ihre Ortungsdaten werden auf der Internetseite birdmap ständig aktualisiert.

birdmap

Bis die Schreiadler ihre Brutgebiete in Europa erreicht haben, sind sie mindestens 65 Tage unterwegs. Das ist auch für einen echten Vielflieger kein Spaziergang! Unterwegs legen sie daher regelmäßig längere Flugpausen ein um sich mit Nahrung zu stärken. Ihre bevorzugte Beute sind kleinere Vögel wie beispielsweise die Blutschnabelweber. Sie sind zwölf Zentimeter groß und leben in den Savannen Afrikas. Sie liefern Magnus – und all den anderen Schreiadlern auf ihrem Frühjahrszug Richtung Europa – die nötige Energie für den Langstreckenflug. Neben Nahrungsmangel und Windparks bedroht auch die illegale Jagd den Langstreckenzieher. In manchen Ländern Afrikas und des Nahen Ostens sind Greifvögel noch immer als Trophäe sehr beliebt.

„Überall hier wird auf Schreiadler geschossen“

(Riff Reporter vom 2.10.19) Die Schreiadler befinden sich derzeit auf dem Zug in ihre Winterquartiere im südlichen Afrika. Als sogenannter Thermiksegler nutzten sie die Aufwinde über Land, um weite Strecken ihres Zuges gleiten zu können. Erfahrene Altvögel ziehen aus Deutschland in Richtung Süd-Osteuropa und überqueren mit dem Bosporus die Meerenge zwischen Europa und Kleinasien. Danach passieren die Vögel die Sinai-Halbinsel und erreichen mit der Überquerung des Suezkanal den Afrikanischen Kontinent. Diese enge Zugroute, auf der sich mitunter viele tausend Vögel gleichzeitig massieren, birgt auch eine große Gefahr – den illegalen Abschuss.

Vor allem im Libanon droht Schreiadlern und vielen anderen Vogelarten besondere Gefahr. Dort werden sie von Wilderer abgeschossen oder mit Netzen gefangen. Mehrere Teams des „Komitees gegen den Vogelmord“ sind auch in diesen Wochen vor Ort, um die Lage zu beobachten und mit Hilfe der lokalen Polizei das Schlimmste zu verhindern. Das Team von Einsatzleiter Axel Hirschfeld versucht Wilderer auf frischer Tat zu ertappen, Beweismaterial zu sammeln, Öffentlichkeit herzustellen und Verstöße gegen libanesische Gesetze zur Anzeige zu bringen.

Wie sieht es aktuell aus? Im online-Magazin Riff Reporter hat Thomas Krumenacker einen aktuellen Feldbericht aus dem Libanon veröffentlicht.

 

 

Clanga pomarina. Die Schreiadleroper hat Premiere

Clanga pomarina: die Oper

Wo wenn nicht in Vorpommern sollte eine Schreiadleroper uraufgeführt werden? Am 10. August ist es soweit: „Clanga pomarina. Die Schreiadleroper“ feiert Premiere im Vogelpark Marlow. Das Stück erzählt die Geschichte eines Schreiadlers von seiner Geburt 2009 in der Nähe von Neubrandenburg bis zu seinem Tod 2017 auf dem Flug in den Süden. Nach umfangreicher Recherche von Presseberichten, Fachartikeln, Interviews mit Ornithologen und den aufgezeichneten Lebensdaten des Schreiadlers „Rainer“, der im Rahmen des Jungvogelmanagementprojektes der Deutschen Wildtier Stiftung 2009 mit einem Sender ausgestattet wurde, entstand eine fiktive Opernhandlung über das Leben des seltenen Greifvogels. Umgesetzt wird das Ganze nicht nur mit den klassischen Mitteln des Musiktheaters – Gesang, Instrumentalmusik und szenische Darstellung – sondern auch durch Figurenspiel.

„Der kleinste Adler „schreit“ in unseren Ohren nach musiktheatralischer Verarbeitung, weil er nicht nur akustisch reizvoll und inspirierend ist, sondern eben auch Themen berührt, die philosophische, gesellschaftliche und weltpolitische Fragen aufwerfen: Klimaschutz versus Vogelschutz, Naturschutz versus Landwirtschaft, Strukturausbau versus Umweltschutz …“ (opernale.de)

Das Werk «Clanga pomarina. Die Schreiadleroper» ist ein Projekt des Instituts Opernale mit Sitz in Sundhagen (Vorpommern-Rügen). Seit 2011 bringt es fast jährlich eine Oper auf ungewöhnliche ländliche Bühnen in Vorpommern. Darsteller sind drei Opernsänger und zwei Puppenspieler. Sie geben dem Adler abwechselnd Gestalt und Stimme. Der Komponist Benjamin Saupe nutzt für die Oper verschiedene Musikstile – Arien, Jazz, arabische Gesänge und Schlager.

TERMINE

Samstag 10. August 19 Uhr          Premiere – Vogelpark, Marlow

Freitag 16. August 20 Uhr             Kirchdorf

Samstag 17. August 20 Uhr          Kirche Starkow

Sonntag 18. August 17 Uhr           Klanghaus am See, Klein Jasedow

Freitag 23. August 20 Uhr             Kirche, Nehringen

Samstag 24. August 20 Uhr          Peter-Tucholski-Haus, Loitz

Sonntag 25. August 15 Uhr           SOS-Dorfgemeinschaft Hohenwieden, Grimmen

Freitag 30. August 20 Uhr             Schloss Kummerow, Gartensaal

Samstag 31. August 20 Uhr          Landhof Trittelwitz

Sonntag 1. September 16 Uhr      Burg Klempenow

Donnerstag 5. September 20 Uhr              Gutshaus Stolpe an der Peene / Haferscheune

Freitag 6. September 20 Uhr        Ribnitz-Damgarten

Samstag 7. September 20 Uhr     Pommersches Landesmuseum, Greifswald

Der Vogelpark Marlow

Der Vogelpark Marlow – im bundesweiten Tierpark-Beliebtheits-Ranking auf Platz drei –  feiert in diesem Jahr 25jähriges Jubiläum und dazu drei Premieren. Er ist erstmals Mitveranstalter der OPERNALE auf Tour und auserkoren für die Uraufführung von „Clanga pomarina. Die Schreiadleroper“ am 10. August. Das war naheliegend, denn ein Schreiadler ist hier zu Hause und ist der einzige in MV, den man garantiert zu Gesicht bekommt.

https://opernale.de/events/festival/

Neuer Sendeplatz für Adler-TV

Es müssen dramatische Szenen gewesen sein, die sich Ende Mai am Drehort von Adler-TV in Lettland abgespielt haben: Wie Ugis Bergmanis auf der Website „Latvia State Forests“ berichtete, erschien am Nachmittag des 21.5. ein fremder Schreiadler am Horst, der das brütende Weibchen bald in einen heftigen Kampf verwickelt hat. Die Kampfgeräusche konnten per webcam verfolgt werden. Das im Nest liegende Ei wurde über mehrere Stunden nicht bebrütet bis am Abend das Männchen das Brutgeschäft für einen Nacht übernahm. Am nächsten Morgen kam es erneut zu einem kurzen Kampf zwischen zwei Schreiadlern und danach wurde die Brut des vermutlich bereits abgestorbenen Eis endgültig aufgegeben. Im Laufe des Tages kamen zwar zwei Schreiadler noch einmal zum Horst zurück, jedoch nicht mehr um zu brüten. Seit einem letzten Screenshot des Schreiadlerpaares am 22.5. um 14.25 Uhr ist das Nest verwaist.

Adler-TV webcam

Nachdem Adler-TV so hoffnungsvoll in die neue Brutsaison startete und am 1. Mai ein Ei im Nest lag, ist die Brutsaison in Lettland in diesem Jahr damit leider bereits beendet. Doch zum Glück hat Adler-TV in den vergangenen Jahren einen Nachahmer gefunden: Der estländische Schreiadlerexperte Urmas Sellis hat ebenfalls eine webcam an einem Schreiadlernest montiert. Der Stream wird vom Adler Club Estland produziert und sendet seine Bilder live ins Internet. Und in diesem Horst ist der Nachwuchs bereits am 11.6. geschlüpft! Der männliche Adler in diesem estländischen Horst ist ein alter Bekannter: „Magnus“ wurde bereits 2012 mit einem GPS-Sender ausgestattet und bisher konnten seine Flugrouten bis ins südliche Afrika verfolgt werden. Nun ist es also auch möglich, seine Rolle bei der Aufzucht eines Jungvogels zu beobachten.

Das Gebiet in dem die webcamera aufgebaut wurde, befindet sich im Landkreis Tartu in Estland, In diesem Gebiet wird die Ökologie von Schreiadlern bereits seit Mitte der 1990er Jahre untersucht.

Zu dem neuen Sendeplatz von Adler-TV gelangen Sie hier.